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Supervision
101 Geheimnisse gelungener Supervision
“Vereinfachen Sie Ihren Berufsalltag”

“Wie sie sich bei Ihrer Arbeitsorganisation und bei ihrer beruflichen Kommunikation das Leben durch Supervision leichter machen.”

Schatzkiste

1. Beginnen Sie ihre Supervisionen immer pünktlich, auch wenn noch nicht alle da sind. Die anwesenden werden dadurch belohnt.

2. Wenn ihnen der erste begutachtete Supervisor nicht gefällt, gehen Sie zum zweiten. Schließen sie jedoch schon verteilte oder laufende Aufträge positiv für beide Seiten ab. Der nächste Supervisor wird es ihnen danken

3. Behalten Sie das Wichtige im Auge. Rückblickend werden Sie wohl nie sagen: “Ach, hätte ich doch noch diese Sitzung rumgebracht.” Oder “Hätten wir doch noch 5 Sitzungen mit einer unbefriedigenden Supervision verbracht.”

4. Lassen Sie Supervisoren immer zweimal kommen. Dadurch testen Sie ihren Dienstleistungscharakter.

5. Krisen gibt es in der Supervision immer. Die Kunst besteht nicht darin, sie total zu vermeiden, sondern cool zu bleiben und gute Pläne für den Notfall zu haben.

6. Auch für die Supervision gilt: “das wichtigste zuerst”. Und das ist immer die Klärung des Auftrags. Nehemn Sie sich zeit dafür.

7. Wenn der alte Supervisor gegangen ist, halten sie ihn in guter Erinnerung. Egal wie er war; er hat ein wichtiges Stück Arbeit für sie geleistet.

8. Wenn Sie supervisoren beaufragen ist es nützlich, wenn Sie sicht nicht in Allgemeinheiten verlieren, sondern klar und deutlich sagen, was sie wollen. Der supervisor wird es Ihnen danken.

9. Wenn Sie einen Supervisor gefunden haben, der zu ihnen passt, streichen sie seine Telefonnummer farbig an. Man weiß ja nie.

10. Auch Supervisoren sind nur Menschen. Benutzen Sie daher keinen betriebsinternen Geheimcode, wenn Sie über ihre beruflichen schwierigkeiten sprechen. Der Supervisor versteht sonst ihre interne Sprache nicht.

11. Wenn Sie auf der suche nach einer Supervision sind. Hinterlassen Sie immer ihre Rufnummer auf dem Anrufbeantworter, auch wenn Sie sicher sind, dass der andere sie hat (aber wo...?)

12. Wenn sie im Urlaub sind, schreiben Sie immer eine Ansichtskarte an ihr Team. Die Kollegen freuen sich immer. Auch wenn Sie es nicht sagen.

13. Wenn Sie in der Supervision nicht weiter wissen, bitten sie um Hilfe. Dafür sind Supervisoren da.

14. Halten Sie folgendes Ordnungsprinzip überall durch. Die aktuellen Dinge werden immer zuerst besprochen. Der aktuelle Stand ist leichter zu besprechen und realitätsnäher.

15. Auch eine Supervision bedarf eines Systems. Hier gilt die gute, alte Drei-Teilung: Anwärmephase - Arbeitsphase - Abschlußphase.

16. Machen Sie regelmäßig ihre Teamsitzungen. Versuchen Sie Supervision und Teamsitzung voneinander zu trennen. Der Supervisor wird es ihnen danken. Eine Teamsitzung mehr kann nicht schaden, wenn die Themen klar sind.

17. Halten Sie einen Stapel Grußkarten bereit. Supervisoren freuen sich, wenn Sie von einem Team während oder nach der Supervision eine Karte erhalten. Es fällt gutes auf sie zurück.

18. Fragen Sie ihren Supervisor ruhig nach seinem geburtstag und gratulieren sie ihm. Die freude ist ihnen sicher.

19. Auch supervisoren sind geneigt blindlings jeden Auftrag anzunehmen. Schützen sie sie, indem sie auf ihr Bauchgefühl vertrauen.

20. Seien sie froh, wenn ein supervisor sehr genau nachfragt. Er könnte Unterschiede für sie entdecken, die ihnen entgangen sind.

21. Supervisoren wollen meistens rauskriegen, wer das “sagen” im team hat. Seien sie dankbar, wenn sie einen solchen Supervisor haben und warten Sie noch ein wenig damit, ihn zum teufel zu jagen.

22. Ein Supervisor, der sich schnell und zügig bei ihnen meldet nimmt Supervision als Dienstleistung ernst. Zumindest sind sie ihm wichtig.

23. Achten Sie in der Supervision darauf, dass sie nicht zu häufig die Themen wechseln. Das “Höckschen zu Stöckchen-Prinzip” ist nützlich, wenn Sie sich im Kreis drehen wollen.

24. Legen Sie Supervison auf die Vormittagsstunden oder auf den späten Nachmittag. Dann können sie sicher sein, dass Ihre Biokurve im grünen Bereich ist. Sie fühlen sich wacher und ausgeglichener als zur mittagszeit.

25. Wenn über schwerwiegende Themen der Organisation gesprochen wird, ist es meistens sehr angenehm Kaffee und Plätzchen dazu zu knabbern. Mißtrauen Sie Supervisoren, die dies von vorneherein ablehnen. Es soll auch welche geben, die ihre eigenen probleme in der Supervision bearbeiten.

26. Denken Sie daran. Teure Supervisoren sind nicht immer die besten. Genauso sind billige supervioren ebenfalls nicht immer die Garanten für Qualität. Viele Zusatzausbildunegn haben ihren Preis.

27. Fragen sie Supervisoren nach ihren aktuellen Fort- und weiterbildungen. Wer weniger als 4 Seminare pro Jahr besucht, hat sich disqualifiziert.

28. Fragen sie ihre Supervisoren immer danach, welches Buch sie aktuell lesen und welches ihr Lieblingsbuch ist. Sie erfahren mehr, als in der Bewerbung steht.

29. Fragen Sie ihre Supervisoren, was ihre Lieblingsgeschichte in bezug auf Supervision ist. Sie können davon ausgehen, dass zu jeder ausbildung Geschichten gehören. Das läßt tiefer blicken.

30. Kann ihnen niemand eine Geschichte erzählen, kann es nützlich sein Vorsicht walten zu lassen.

31. Bevor Sie einen Supervisor anrufen, machen Sie sich klar, was Sie wollen. Sind es mehrere Punkte, schreiben Sie sie auf. Das ist besonders sinnvoll, wenn am anderen Ende nur der Anrufbeantworter dran ist und Sie nicht herumstottern wollen.

32. Sollten Sie einen Supervisor engagiert haben, trennen Sie sich nicht zu früh von Ihm. Oft stellt sich erst wie so oft im Leben spät heraus, dass doch mehr Gold geglänzt hat, wie man zunächst annahm.

33. Sollten Sie jedoch auch nach einem Jahr den Supervisor nicht dafür genutzt haben, für was Sie ihn engagierten, trennen Sie sich von ihm, ohne Gewissensbisse.

34. Supervisoren achten zumeist auf eine gute Zeitbegrenzug. Tun Sie es Ihnen nach und sorgen Sie für eine gute Zeitbalance zwischen Arbeit und Entspannung.

35. Schaffen Sie sich bei der Auswahl der Supervisoren Wahlmöglichkeiten. Jedoch zuviele Wahlmöglichkeiten führen häufig zu Verwirrungen. Finden Sie ein gutes Maß in der Auswahl.

36. Supervisoren legen in der Regel Wert auf Klarheit. Sorgen sie für Klarheit an Ihrem Arbeitsplatz, indem Sie sich eine wirklich freie horizontale Fläche schaffen, am besten irgendwo in Ihrem Blickfeld. Das macht Ihre Seele freier und friedlicher.

37. Wenn Sie sich einen Supervisor engagieren, soregn Sie am besten immer für klare und rechtzeitige Termine.

38. Für die Kultur einer Organisation ist es oft nützlich einen Blick auf Ihre Ordnung zu werfen. Supervisoren können das in der Regel ganz gut. Tun Sie es ruhig und fragen dabei, was verbessert werden sollte. Man kann immer voneinander lernen.

39. Entwickeln Sie bei Entscheidungen ein Gefühl dafür, wann Sie genug Fakten und Meinungen gesammelt haben. Sammeln Sie nicht alles, was irgendwie erreichbar ist, sondern nur das, was für eine klare Entscheidung nötig ist. Organisationen und Teams lieben Entscheidungen.

40. Wenn Sie mit einem Supervisor unterwegs sind, informieren Sie sich rechtzeitig über Ausweichrouten und Schleichwege.

41. Geben Sie Fehler zu. Nur indem Sie sich Fehler erlauben, minimieren Sie dieselben.

42. Der Zwang Fehler zu vermeiden, erhöht die Fehlerquote hingegen.

43. Konzentrieren Sie sich in der Supervision nicht auf die Fehler der anderen, sondern genießen Sie ihre eigene Gelassenheit und Souveränität.

44. Gute Supervision ist besser als Fernsehen (sagen oft die Angestellten).

45. Trauen Sie sich ruhig in der Supervision Notizen zu machen. Manche lernen so besser.

46. Führen Sie von Beginn der Supervision an ein Tagebuch. Wenn Sie vor und nach jeder Supervision wenigstens einen Satz hinein schreiben, sind Sie schon weiter als dioe meisten anderen SupervisandInnen.

47. Wenn ein Supervisor ein klein wenig dazu beitragen kann, dass Sie in 40 Stunden mehr schaffen als vorher und mehr Spass an der Arbeit haben, dann hat sich die Investition gelohnt.

48. Sagen Sie ihrem Supervuisor immer die Wahrheit. Aber versuchen Sie, das in einer Weise zu tun, die niemanden verletzt.

49. Die meisten Supervisoren freuen sich darüber, wenn Sie bei einem vorzeitigen Abbruch der Supervision; noch einmal die Möglichkeit erhalten mit allen Beteiligten zu sprechen und sich zu verabschieden.

50. Bedenken Sie stets. Ein schlechter Abschied mit Ihrem Supervisor ist belastend für den kommenden Supervisor und eine Höherbelastung für die Organisation.

51. In der Supervision kommt es viel weniger auf Problemlösungen an, als viel mehr auf Problemmanagement. Nämlich, das Sie lernen mit Problemen umzugehen. Denn manchmal hat man während einer Supervision gar nicht gemerkt, dass sich das ursprüngliche Problem verändert hat oder sich sogar gelöst hat; die Supervision lief weiter und auf einmal wird man unzufrieden. Achten sie auf solche Verläufe. Supervisoren tun dies auch, sofern Sie qualifiziert sind. Probleme gehören sowieso zum Leben dazu.

52. Wenn Sie Sitzungen weit im voraus vereinbart haben, rufen Sie zwei tage davor an, wenn sie diese nicht einhalten können. Diesen Anruf können Sie auch delegieren.

53. In der Supervision geht es oft darum ihren Legokasten von Arbeitsinhalten mit den vielen Teilen zu sortieren. Seien Sie großzügig und schmeißen Sie Dinge weg! Das erleichtert ungemein. Sie werden staunen, was für schöne Bauwerke Sie mit den verbleibenden Teilen errichten können.

54. Es gibt von jedem Supervisor irgendeinen Tip oder Ratschlag abzuschauen. Seien Sie offen dafür.

55. Lernen Sie über sich selbst zu lachen in der Supervision.

56. früher war dieses metier sowieso den Hofnarren Ihr Terrain. Also Humor gehört auf jeden Fall dazu.

57. Planen Sie Zeiträume für vorgesehene projekte realistisch, und geben Sie dann noch einmal 20 Prozent dazu. Die schönste Arbeit leidet, wenn Sie unter dem Druck der nächsten (schönen) Arbeit erledigt wird.

58. Sammeln Sie alle Bewerbungen von Supervisoren in einer zentralen Kartei. Behalten Sie nur Bewerbungen von solchen Menschen, mit denen Sie später wirklich Kontakt aufnejem wollen.

59. Supervisoren freuen sich auch über schriftliche Absagen. zeigt es Ihnen doch, dass Sie verschlanken können.

60. Das oberste Führungsgesetz lautet: Loben, Loben, Loben Sie Ihre Mitarbeiter. Sie werden es Ihnen mit hoher Motivation danken. Wenn Sie sich daran halten, dann machen Sie viele Supervisoren arbeitslos. Denn wir leben von zu wenig Lob in der Berufswelt.

61. Wenn sich ein Papier erledigt hat, werfen Sie es sofort weg. Ihre Arbeit wird dadurch einfacher.

62. Wenn Sie Supervision benötigen - machen sie es direkt richtig. Halbherzigkeit und nebenher laufen lassen wird sonst später bestraft.

63. Achten Sie stets darauf wie sich der Supervisor an Ihre Organisations/-Teamkultur angleicht. Denekn Sie an die Geschichte mit der wassermelone. Sollten Sie diese bedauerlicherweise nicht kennen, so können Sie bei mir anrufen. Ich erzähle Sie Ihnen gerne. Auch ohne nachherigem Auftrag in Ihrer Organisation.

64. Fragen Sie Ihren Supervisor doch spaßeshalber mal nach 2-3 sitzungen, wie er seine Rolle sieht. Sie können ein gutes Feedback über Ihr Arbeitssystem erhalten.

65. Wenn Sie aus der Supervision mit negativen gedanken nach Hause gehen sollten. Mein Tipp: Suchen Sie sich einen bestimmten platz an der Straße auf Ihrem Heimweg aus. Auf diesem Platz kippen Sie jeden Abend in gedanken die Belastungen und den Ärger des tages. Wer zwingt Sie, das alles in Ihr privates Leben mitzunehmen.

66. Überhaupt ist es für jede Supervision nützlich sein eigenes visuelles Vorstellungsvermögen zu trainieren. Bilder sind ungemein hilfreich und nützlich.

67. Fragen Sie am Ende jedes treffens von Arbeitsteams und ähnlichen Gruppen (gilt natürlich auch für Supervision): Wie lange soll es diese gruppe noch geben? Solche Gemeinschaften haben sonst die Tendenz, ewig zu leben, auch wenn sich deren ursprüngliche Aufgabe längst überlebt hat. wenn die Supervision nach einer längeren Arbeitsphase aufgelöst wird, feiern Sie das in einer symbolischen “Beerdigungsfeier” mit einem Essen oder Kaffee und Kuchen.

wird fortgesetzt.