4. Phase: Die Methodenwahl
Der SV leitet die Auswahl einer Methode an, die zur Bearbeitung der Fragestellung in der gewünschten Zielrichtung dient.
Der Fallerzähler kann eine Methode vorschlagen, die Berater auch. Der SV trifft in Abstimmung mit den Anwesenden eine Entscheidung. Vor Beginn der Durchführung erläutert er die Methode kurz.
Die Methodenkiste enthält verschiedene Methoden, mit denen sich in dieser Phase gut arbeiten lässt. Eine Auswahl soll hier im folgenden die Möglichkeiten aufzeigen:
- Ideen sammeln / Brainstorming
- Kopfstandbrainstorming/Kopfstandtechnik
- Fragestellungen (er-)finden
Wenn der Fallerzähler sich nicht in der Lage sieht, eine Fragestellung zu formulieren, dann kann der SV, als (erste) Methode das Erfinden der Fragestellung durchführen
Er bittet die Berater, fünf Minuten lang Ideen zu sammeln, was denn nun die Fragestellung des Fallerzählers sein könnte. Es kommt hierbei nicht darauf an, die richtige Fragestellung zu bieten, sondern vielmehr dem Fallerzähler viele unterschiedliche Fragestellungen anzubieten, aus denen er eine für sich passende auswählen kann.
Nach dem Ende des Fragen-Brainstorming wendet sich der SV an den Fallerzähler und erkundigt sich, welche genannten Fragestellungen für ihn die passende ist. Mit dieser Fragestellung wird die Kollegiale Beratung fortgesetzt.
- Resonanzrunde/freies assoziieren
- Gute Ratschläge
Auf Ratschläge reagieren wir oft mit innerem Unwillen, vor allem dann, wenn sie uns erteilt werden. Bei dieser Methode geht es jedoch ausdrücklich darum, direkt ernstgemeinte und wilde Ratschläge zu erteilen.
Eine Bedingung ist daran geknüpft: die Berater müssen jeden ihrer Ratschläge einleiten mit „Ich gebe dir den Ratschlag, dass.......“, „ich empfehle dir, .......“, „ An deiner Stelle würde ich.........“ oder auch „Mein Tipp an dich: ..........“ Durch diese Formeln wird klargestellt, dass es sich nicht um versteckte Empfehlungen handelt und der Fallerzähler erhält das Recht, Ratschläge abzulehnen oder anzunehmen.
- Nominale Gruppentechnik
Diese besteht aus fünf Schritten und ermutigt jeden Teilnehmer, originelle Ideen beizusteuern.
- Das Problem sollte möglichst genau festgelegt sein.
- Jede Person schreibt still für sich so viele Ideen, wie ihr einfallen , auf ein eigenes Blatt Papier.
- Die Ideen werden mit der Gruppe geteilt (jeder liest seine eigenen Ideen vor oder sie werden eingesammelt und alle von einer Person vorgetragen).
- Lassen Sie danach Fragen und Diskussionen zu, um jede Idee klarzustellen.
- Führen Sie danach eine Wahl für die „beste Idee“ durch.
- Wunschdenken („Ich wünschte,....)
- Analogien bilden usw., usw.